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Pflege zu Hause: 5 typische Probleme bei Senioren – und welche Hilfe die Pflegekasse zahlt

Portrait einer alten Frau, die von einer jüngeren an den Schultern gehalten wird.
Inhaltsverzeichnis
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Chaos, Einsamkeit, Sturzgefahr: Diese Probleme treten bei Senioren zu Hause häufig auf, wie Pflegeberaterin Nicole bei ihren Hausbesuchen immer wieder feststellt. So hilft die Pflegekasse.

Das Wichtigste in Kürze

Nicole arbeitet als Pflegeberaterin bei unserem Partner hallo.care und besucht regelmäßig Menschen in Düsseldorf und Umgebung. Viele von ihnen haben einen Pflegegrad und werden zu Hause von Angehörigen betreut.

An einem typischen Arbeitstag führt sie rund sieben Beratungstermine durch. Diese sogenannten Beratungseinsätze nach § 37 Absatz 3 sind verpflichtend für Menschen mit Pflegegrad 2 oder höher, die Pflegegeld erhalten und von Angehörigen zu Hause gepflegt werden.

Ziel dieser Pflegeberatung ist es, die Qualität der häuslichen Pflege zu sichern und Angehörige zu unterstützen. „In vielen Fällen funktioniert die Pflege zu Hause gut“, sagt Nicole. „Viele Menschen kommen trotz Einschränkungen erstaunlich gut im eigenen Zuhause zurecht.“

Dennoch begegnen ihr bei ihren Besuchen immer wieder fünf typische Probleme.

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Problem Nr. 1: Wenn der Haushalt nicht mehr zu bewältigen ist

Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten, ihren Haushalt alleine zu führen. Putzen, Aufräumen oder Einkaufen werden mit zunehmendem Alter anstrengend.

„Oft liegt das einfach an körperlichen Einschränkungen“, sagt Nicole. Manche Senioren haben nicht mehr genügend Kraft, andere sehen Verschmutzungen aufgrund nachlassender Sehkraft schlechter.

Auch nach dem Verlust eines Partners kann der Alltag plötzlich zur Herausforderung werden. „Wenn jemand im Alter plötzlich kochen oder Bankangelegenheiten regeln muss, kann das überfordern“, erklärt Nicole.

Unterstützung: Unterstützung durch Alltagsbetreuung

Für solche Situationen gibt es Unterstützung durch die Pflegekasse. Ab Pflegegrad 1 steht Pflegebedürftigen der sogenannte Entlastungsbetrag zur Verfügung.

Mit diesem Geld kann beispielsweise eine Alltagsbetreuung bezahlt werden. Diese hilft im Haushalt, erledigt Einkäufe oder unterstützt bei organisatorischen Aufgaben.


Problem Nr. 2: Einsamkeit im Alter – viele Senioren leben allein

Eine ältere Frau schaut aus dem Fenster.
Einsamkeit kann krank machen. Deshalb sind Begegnungsorte wichtig.

Neben praktischen Schwierigkeiten spielt auch Einsamkeit eine große Rolle. Viele ältere Menschen leben allein, weil Partner oder Freunde bereits verstorben sind und Kinder oft weit entfernt wohnen.

Bei ihren Hausbesuchen merkt Nicole schnell, wie wichtig Gespräche für viele Seniorinnen und Senioren sind. „Viele freuen sich einfach darüber, dass jemand vorbeikommt“, erzählt sie.

Die Beratungsbesuche dauern allerdings meist nur rund 30 Minuten. „Der Fokus liegt darauf, wie die Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können.“

Unterstützung: Angebote gegen Einsamkeit

In vielen Städten gibt es Seniorentreffs oder Begegnungsstätten, in denen ältere Menschen Kontakte knüpfen können.

Auch ehrenamtliche Besuchsdienste bieten Unterstützung. Darüber hinaus organisiert ProVita Tagesausflüge mit Hol- und Bringservice, sodass auch weniger mobile Senioren teilnehmen können. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Kosten über Leistungen der Pflegekasse, etwa die Verhinderungspflege, übernommen werden.


Problem Nr. 3: Stolperfallen in der Wohnung erhöhen das Sturzrisiko

Viele Wohnungen sind nicht auf das Älterwerden vorbereitet. Türschwellen, Stufen oder hohe Badewannen können für Senioren gefährlich werden.

„Ein häufiges Problem sind auch Teppiche“, sagt Nicole. Gerade dicke Teppichkanten erhöhen das Sturzrisiko für Menschen mit unsicherem Gang.

Eine Frau liegt in ihrer Wohnung am Boden und ruft nach Hilfe.
Teppichkanten erhöhen das Sturzrisiko.

Unterstützung: Zuschüsse für Wohnungsanpassungen

Die Pflegekasse unterstützt auch bauliche Veränderungen. Für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen können Zuschüsse beantragt werden.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • barrierefreie Duschen
  • Rampen
  • Treppenlifte
  • andere Anpassungen der Wohnung

Solche altersgerechte Umbauten können dazu beitragen, dass Senioren länger sicher zu Hause leben können.


Problem Nr. 4: Fehlende Hilfsmittel im Alltag

Viele Senioren verzichten auf Hilfsmittel, obwohl sie den Alltag deutlich erleichtern könnten. Manche möchten keinen Rollator oder Hausnotruf nutzen, weil sie sich noch nicht „alt genug“ fühlen.

„Dabei wirken viele Hilfsmittel vor allem vorbeugend“, sagt Nicole. Ein Rollator kann Stürze verhindern, ein Hausnotruf sorgt im Notfall für schnelle Hilfe.

Unterstützung: Viele Hilfsmittel werden bezahlt

Viele dieser Hilfsmittel werden zumindest teilweise von der Kranken- oder Pflegekasse finanziert. Zum Beispiel beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten für einen Hausnotruf. Auch ein Rollator kann über die Krankenkasse verordnet werden.

Kostenlose Hausnotruf-Beratung

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Problem Nr. 5: Viele kennen die Leistungen der Pflegekasse nicht

Die Regelungen rund um die Pflege sind für viele Familien schwer zu überblicken. Deshalb wissen viele Senioren und Angehörige gar nicht, welche Unterstützung möglich ist.

„Das System ist komplex“, sagt Nicole. „Viele erfahren erst in der Beratung, welche Leistungen ihnen zustehen.“

Dabei kann es um erhebliche Beträge gehen. So stehen ab Pflegegrad 2 mehrere tausend Euro pro Jahr für Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege zur Verfügung. Diese Leistungen können genutzt werden, wenn pflegende Angehörige krank sind oder eine Pause benötigen.

Unterstützung: Pflegeberatung schafft Transparenz

Eine Pflegeberatung kann helfen, passende Unterstützungsangebote zu finden und Leistungen der Pflegekasse zu nutzen.

Nicole erinnert sich an eine Klientin, deren Mann innerhalb kurzer Zeit an schwerer Demenz erkrankte. Die Frau war mit der Situation völlig überfordert.  Gemeinsam suchten sie nach einer Lösung und fanden eine Tagespflegeeinrichtung in der Nähe. Heute besucht der Mann die Einrichtung zweimal pro Woche – eine große Erleichterung für alle.

Pflegeberatungen regelmäßig wahrzunehmen lohnt sich deshalb: Expertinnen wie Nicole zeigen, welche Angebote den Alltag von Senioren und ihren Familien deutlich erleichtern.“

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Redaktion ProVita

Das Online-Magazin von ProVita ist eine führende Informationsplattform rund ums Älter werden. Es bietet fundierte Artikel aus Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Freizeit, Finanzen und Sicherheit, um das selbstbestimmte Leben im Alter zu unterstützen und bereichern.

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